8. August 2020

Die Mär vom deutschen Schulversagen

Die beiden Schweizer Professoren Oelkers und Miller nehmen die Schule in Deutschland vor dem massiven Schulbashing in Schutz. Die abrupte Umstellung sei weitgehend unaufgeregt und professionell erfolgt. Was die Digitalisierungseuphorie betrifft, mahnen die beiden Bildungsexperten vor überzogenen Erwartungen, wenden sich aber auch gegen die “leidenschaftliche pädagogische Schönwetterprosa von der ‘guten Beziehung’ zwischen Lehrpersonen und Lernenden.” Der Artikel ist zuerst in der deutschen Tageszeitung “Welt” erschienen und ist nun mit ausdrücklicher Genehmigung der beiden Autoren auch im Condorcet-Blog zu lesen.

Ricco Bonfranchis neuestes Buch: Inklusion und Integration von behinderten Kindern in die Regelschule. Eine Kritik.

Vor kurzem hat Beat Kissling in diesem Blog ein Buch unseres Condorcet-Autors Riccardo Bonfranchi besprochen (https://condorcet.ch/2020/07/beat-kissling-bespricht-die-be-kenntnisse-des-condorcet-autors-riccardo-bonfranchi/). Nun ist schon das neuste Werk von ihm auf dem Markt. Dr. Eliane Perret hat es bereits gelesen und stellt es unseren Leserinnen und Lesern vor.

Pfenningers Sargnagel für unausgegorene Frühfremdsprachen-Konzepte

Gemäss Raphael Berthele von der Uni Fribourg handelt es sich bei der Untersuchung von Simone Pfenninger und David Singleton um eine «ausgeglichene und einfühlsame Studie», die sich mit einem Thema befasst, das uns alle interessiert. Pfenninger und Singleton präsentieren dabei neue Daten und analysieren diese sorgsam. Die Autoren untersuchen die Auswirkungen sowohl interner als auch externer Faktoren unter Anwendung modernster statistischer Modelle.
Die Studie ist die bisher einzige Schweizer Langzeitstudie, welche frühe mit späten Englisch-Startern vergleicht. Die Datenerhebungen erfolgten zwischen 2009 und 2015. Condorcet-Autor Urs Kalberer, der ebenfalls eine Studie über die Wirksamkeit von Frühenglisch durchführte, sieht sich bestätigt und stellt uns das Buch vor.

Digitales Lernen:” Man schickt überforderte Schulen in einen Papierkrieg mit besorgten Eltern”

Am 28. Juli 2020 veröffentlichte die Süddeutsche Zeitung ein bemerkenswertes Interview mit dem Rechtsanwalt Peter Hense. Seine brisanten Aussagen dürften auch die Leserinnen und Leser des Condorcet-Blogs in der Schweiz interessieren. Denn die prekäre Nutzung digitaler Portale von US-Konzernen hat auch hier stattgefunden. Können Aufsätze von deutschen Schülern bei US-Sicherheitsbehörden landen? Der Jurist Peter Hense stellt dem Datenschutz an den Schulen ein miserables Zeugnis aus. Das Interview führte Christian Füller.

Ohne Sehnsucht geht alles an uns vorüber

Der Lockdown rief manche Sehnsucht wach. Erwachsene träumten vom Meer; Kinder sehnten sich nach ihrer Schulklasse. Für beide gilt: „Ohne solche Träume kann keiner leben.“ Gedanken aus einem Bilderbuch, resümiert von Condorcet-Autor Carl Bossard.

Berühmte Denker und Autoren haben genug, der Condorcet-Blog macht es vor

In einem offenen Brief riefen mehr als 150 Autoren zu mehr Toleranz in immer intoleranter werdenden Zeiten auf. Zu den Unterzeichnern gehören Literaturschaffende und Intellektuelle wie Salman Rushdie, Martin Amis, Margaret Atwood, John Banville, Daniel Kehlmann und J. K. Rowling, Greil Marcus, Steven Pinker, Malcolm Gladwell und Gloria Steinem; vom neokonservativen Politikwissenschafter Francis Fukuyama bis zum weit links stehenden Linguisten Noam Chomsky sind Persönlichkeiten jeder politischen Couleur vertreten. Die Redaktion nimmt dies zum Anlass, etwas Eigenwerbung zu betreiben. Denn was die Autorinnen und Autoren fordern, ist im Condorcet-Blog eine Selbstverständlichkeit.